Bienensterben bedroht Welternährung
Gemäss Bericht der UNEP (Umweltprogram der Vereinten Nationen) geht die Anzahl Bienenvölker weltweit dramatisch zurück. Die Gründe für dieses Massensterben sind noch nicht gefunden. Die UNEP sieht in der Entwicklung eine Gefährdung der Welternährung.


hg. Bienen leisten im Ökosystem von Nahrungspflanzen einen ausserordentllich wichtigen Beitrag. Von den 100 Pflanzen-arten, die ca. 90% der Welternährung ausmachen, hängen 70% von der Blütenbestäubung durch Bienen ab. "In Europa zählen dazu 84% der 264 Getreidearten und 4000 Gemüsearten. Insekten-bestäubte Getreidearten sind unverzichtbar, ergeben sie doch einen fünfmal höhreren Ertrag als solche, die ohne Insekten auskommen." 1

Fällt die Bienenbestäubung weg, können die davon abhängigen Pflanzen ihr Fortbestehen nicht mehr sichern. Ersatzlösungen sind - wenn überhaupt - nur bedingt wirksam.


UNEP-Chef Achim Steiner meint dazu: "Der Mensch hat den Irrglauben entwickelt, der technische Fortschritt habe ihn im 21. Jahrhundert von der Natur unabhängig gemacht. Die Bienen zeigen, dass wir in einer Welt von sieben Milliarden Menschen in Wahrheit viel mehr statt weniger von Dienstleistungen der Natur abhängen. " 1

Die Ursache für das Massensterben der Bienenvölker ist bisher nicht geklärt. Es sind jedoch bereits mehrere Gründe, die ein Absterben verursachen können, bekannt: Dazu gehören Pilzschädlinge, Milben, Krankheitsviren, giftige Chemikalien oder Insektizide. Chemische Saatgut-Schutzüberzüge behindern die Bienen in der Identifizierung ihrer Nahrung. Auch die Luftverschmutzung macht ihnen zu schaffen. Nicht zuletzt wird vermutet, dass die Abnahme der Artenvielfalt der Futterpflanzen von Bienen auch zu erschwerten Lebensumständen der Bienenvölker führt. Am meisten gefürchtet ist aber die "Varroa-Milbe", die praktisch jedes Bienenvolk mittlerweile befällt. Wird ein befallenes Bienenvölk nicht gegen die Milbe behandelt, geht es in zwei bis drei Jahren zugrunde.

Quelle
Zitate:
1 Standard online vom 14.3.2011 "Weltweites Bienensterben hat mehrere Gründe"








- 15.11.2019 23:40