In den Anden entsteht ein neuer Super-Vulkan
Satellitenbilder zeigen, dass in den bolivianischen Anden ein neuer Supervulkan entsteht. Forscher sprechen von einer dramatischen Entwicklung.



(Quelle: spiegel vom 26.3.2012)

hg. Auf einer Fläche, die zehnmal so gross wie der Bodensee ist, soll sich nach Satellitenbildern der Boden unter dem Berg Uturuncu,in den Bolivianischen Anden, erheblich erhöht haben. Gemäss den Forschern fliesse jeden Tag Magma in eine ca. 15 km unter dem Berg liegende Kammer ein und blähe den Boden wie einen Ballon auf. Das so entstehende Ausbruch-Potenzial entspreche einem Supervulkan.

Als Supervulkan gelten Vulkane, die einen Ausstoss produzieren können, welchen jenen von Mount St. Helen (1980) um das Tausendfache übertrifft. Der Ausbruch eines solchen Supervulkans hätte die Abkühlung der Erdatmosphäre über mehrere Jahre zur Folge, was zu Dürren und Hungersnöten führte. Im Umkreis von mehreren Hunderten Kilometer würde der Supervulkan bei Ausbrechen alles zerstören.

Der Berg Uturuncu galt bisher als erloschener Vulkan, dessen letzter Ausbruch über 300'000 Jahre zurückliege. Nun erhöht sich die Landmasse des Berges um jährlich 1-2 Zentimeter - Werte, welche bei den Forschern grosse Besorgnis hervorrufen. Täglich gibt es mehrere kleinere Erdbeben - im Jahr über 1000.

Der Uturuncu ist nicht der einzige Vulkan mit dem Zerstörungs-Potenzial eines Supervulkans. Unter dem Yellow-Stone-Park im Nordwesten der USA und bei den pflegräischen Felder um Neapel schlummern weitere Supervulkane. Was die Foschern besonders nachdenklich stimmt ist die ausserordentliche Grösseder Bodenerhebung. Zwar weisst nichts auf einen konkreten Ausbruch hin, dennoch zeigen Messdaten, dass der Uturuncu sich nun seit rund 20 Jahren kontinuierlich erhebt. Würde der Berg wirklich ausbrechen, müsste mit der Zerstörung eines erheblichen Teils von Südamerika gerechnet werden.

Quelle
Spiegel vom 26.3.2012 "Forscher entdecken neuen Supervulkan"







- 15.11.2019 23:37