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Quelle: Wikipedia
Eric Liddell - vom Olympia-Sieger zum Missionar
Eric Liddell  wurde 1924 Olympia-Sieger, verzichtete wegen eines Sonntagsgottesdienstes auf den sicheren 100-Meter-Sieg und wurde später China-Missionar.


Quelle: Youtube - Trailler Stunde des Siegers

hg. Eric Liddell wurde 1902 als Sohn schottischer Missionare, die in China tätig waren, in Tianjin geboren. Ab dem 7. Lebensjahr wuchs Liddell hauptsächlich in einem Internat für Missionarskinder in London auf. Bei den wenigen Heimaturlauben seiner Eltern lebte die Familie in Edinburgh in Schottland. 1920 schrieb sich Liddell in der Universität Edinburgh ein und studierte Wissenschaftstheorie.

Schon früh wurden seine herausragenden sportlichen Fähigkeiten sichtbar. Bereits im Internat wurde er Kapitän der Kricket- und Rugby-Mannschaft. Von 1992 bis 1923 spielte Liddell für die schottische Rugby-Nationalmannschaft sieben Länderspiele. Seine herausragendsten Leistungen erbrachte Liddell aber in der Leichtathletik. 1924 wurde Liddell britischer Meister über 100 und 220 Yards. Mit 9.7 Sekunden über 100 yards stellte er einen Rekord auf, der 35 Jahre lang nicht mehr gebrochen wurde. Mit dieser Zeit qualifizierte sich Liddell auch für die olympischen Spiele von 1924 in Paris.

In Paris wurde deutlich, dass die Vorläufe für das 100m-Rennen an einem Sonntag stattfinden würden. Als dies Liddell bekannt gegeben wurde, war das für ihn ein Schock. Es war für ihn als gläubigen Christen unmöglich, am Sonntag - dem Tag des Herrn - an diesem Vorlauf teilnehmen zu können. Er weigerte sich standhaft gegen den Widerstand von Freunden, Funktionären und die heimische Presse, die ihn zum Verräter am Vaterland stempelten. Damit gab er die sicher geglaubte Goldmedaille für Schottland aus der Hand.

Gleichzeitig zeigte sich, dass die 400m Vorläufe und der Final an Werktagen stattfinden würden. So entschied sich Liddell an diesen Rennen teilzunehmen. Der Manager des Teams erlaubte Liddell - ohne die übliche Vorqualifikation - die Teilnahme am Rennen. Liddell gewann die Vorläufe und gelangte in den Final.

Vor diesem Rennen soll der Masseur des Teams ein Blatt Papier mit folgenden Wortlaut an Liddell gegeben haben: "Im Buch der Bücher heisst es: Die mich ehren, werde ich ehren - Ich wünsche Ihnen immer den grössten Erfolg". 1

Das 400m-Rennen fand einem ungewöhnlich heissen Tag statt. Liddell startete schlecht. Noch 50 Meter vor der Ziellinie lag Liddell hinter seinen Konkurrenten zurück, überholte dann aber alle und gewann das Rennen mit neuem Weltrekord.

William MacDonald schrieb über Liddell: "Er gewann die Aufmerksamkeit von Millionen von Menschen dadurch, dass er seine Chance auf eine Goldmedaille im Hundertmeterlauf verschleuderte - der Wettkampf, in dem er Chancen hatte zu gewinnen - weil ihm ein Prinzip seines christlichen Glaubens mehr bedeutete. Als er statt dessen unerwarteter Weise den Lauf über 400 Meter gewann, lag ihm sein Land zu Füssen." 1

Ein prominenter Sportler äusserte einmal über Liddell: "Ohne den geringsten Zweifel war Eric der grösste Sportler, den Schottland je hervorgebracht hat - durch seinen Einfluss, sein Beispiel und seine Fähigkeiten." 1

Nach seinem Studienabschluss kehrte Liddell 1925 nach China zu seinen Eltern zurück und wurde dort Missionar. 1937 wurde die Lage für Ausländer in China aufgrund des ausgebrochenen Japanisch-Chinesischen Krieges schwierig. 1941 rief Grossbritannien alle Bürger aus China zurück. Liddell sandte seine Familie nach Kanada, blieb aber selbst in China, wo er 1943 von Japanern gefangen und in ein Konzentrationslager interniert wurde. Im Internierungslager von Weician erkrankte Liddell an einem Hirntumor und starb 1945 im Alter von 43 Jahren.

Nach seinem Tod wurden verschiedene Episoden aus dem Lebens Liddell's im Internierungslager bekannt. Er habe Christus im Lager wiedergespiegelt. Er schloss Freundschaften mit den Ausgestossenen, er schleppte Kohle für die Schwachen. Eine ebenfalls internierte russische Prostituierte soll einmal ein Regal gebraucht haben. Als Eric für sie das erledigt hatte, sagte sie, dass er der erste Mann gewesen sei, der etwas für sie getan habe, ohne dass er etwas dafür wollte.

Der frühe Tod von Liddell sorgte in seiner Heimat für grosses Aufsehen. Die Abendnachrichten meldeten: "Schottland hat einen Sohn verloren, der uns land zu jeder Stunde seines Lebens mit Stolz erfüllte." 1

Anlässlich der Beerdigung von Liddell sagte der Missionar Arnold Bryson: "Gestern sagte jemand zu mir: > Von allen Männern, die ich kennen gelernt habe, war Eric Liddell derjenige, dessen Charakter und Lebensart den Geist Jesu Christi am meisten bezeugte.< Und wir alle, die wir das Vorrecht hatten, ihn in vertrauter Weise zu kennen, stimmten dieser Beurteilung zu. Welches war das Geheimnis seines hingegebenen Lebens und seines weitreichenden Einflusses? Die absolute Hingabe an Gottes Willen, wie er durch Jesus Christus offenbart ist. Sein Leben stand unter der Herrschaft Gottes und er folgte seinem Herrn und Meister mit eine Hingabe, die niemals erlahmte und mit einer Intensität an Entschlusskraft, die den Menschen sowohl die Realität als auch die Kraft wahren Glaubens vor Augen führte." 1


Quellen
Wikipedie - Ericc Liddell
1 www.jesus.ch - Ein Sohn schottlands, der Stolz seines Vaterlandes





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