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Quelle: Wikipedia Alex Alishevskikh
Mit der Kraft von mehr als 30 Hiroshima-Bomben
Der "Meteorit von Tscheljabinsk" setzte bei seinem Eintritt im Februar 2013 mehr Energie frei, als  30 Hiroshima-Atombomben.


hg. Am 15. Februar 2013 explodierte über der russischen Millionenstadt Tscheljabinsk ein Meteorit in rund 30 Kilometern Höhe. Die dabei freigesetzte Energie entsprach ca. 500 Kilotonnen TNT und übertraf damit die Sprengkraft der Atombombe von Hiroshima um das mehr als Dreissigfache.

Damals wurden über 7000 Gebäude im weiteren Umfeld des Meteoritenregens beschädigt und rund 1500 Menschen verletzt. "Das Ereignis erinnert uns daran, welche Schäden solche Steine verursachen können - und da draussen treiben noch weitaus grössere Brocken", meinte Jiri Borovicka von der tschechischen Sternwarte Ondrejov.

Gemäss verschiedenen Forschern habe der Meteoriteneintritt über Tscheljabinsk auch eine grössere Hitzewelle ausgelöst, die bei vielen Menschen zu Hautreizungen - z.B. im Gesicht - geführt hätten. auch sei der Lichtblitz der Explosion 30 Mal heller gewesen als die Sonne. Die Forscher vermuten, dass der eingetretene Meteorit einen Durchmesser von ca. 20 Metern und ein Gewicht von ca. 10'000 Tonnen hatte, wovon mindestens 76% beim Eintritt verdampft seien.

Bereits im März 2012 hatte Wägwyser in einem Artikel darauf hingewiesen (https://www.wägwyser.ch/Nahost_Israel.html?id=144&id_listeneintraege=1763) , dass Astronomen vermuten, dass im Februar 2013 ein Asteorit mit ca. 45 Metern mit einem Abstand von ca. 20'000 knapp an der Erde vorbeifliegen werden. Damals wurde noch festgehalten, dass bei Himmelskörpern unter 30 Metern für die Erde keine Gefahr bestehe, da diese beim Eintritt zerglühen würden. Nun ist einmal mehr in der jüngeren Geschichte da eingetreten, was vorher als praktisch unmöglich gegenüber der breiten Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Von wissenschaftlicher Seite wird die Gefahr von die Erde bedrohenden Himmelskörpern durchaus ernst genommen. Rund 1000 Asteoriten im näheren Umfeld der Erde hätten mit einer Grösse von 1000 Meter Durchmesser das Potenzial die Erde zu zerstören. Rund 620'000 Asteoriten sind alleine in unserem Sonnensystem bisher bekannt.



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