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Download-Buch: John Paton - Missionar unter Südseekanibalen
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John Paton
John Gibson Paton wurde 1824 in Schottland geboren. Er war der Älteste von 11 Kindern. Sein Vater war Strumpfhersteller. Ab dem 12. Lebensjahr half er seinem Vater im Strumpfhandel und musste 14 Stunden täglich arbeiten. Dennoch studierte er in den zwei Stunden, die für das Essen vorgesehen waren. In diesen Jahren wurde John stark von der Frömmigkeit seines Vaters beeinflusst. Dieser suchte drei Mal täglich seine Gebetskammer auf um zu beten. Dazu kamen zwei Gebetszeiten täglich für die ganze Familie.

In seiner Jugendzeit sah sich John von Gott in die Missionsarbeit in Übersee berufen. In der Folge vervollständigte er seine Studien in den Bereichen Theologie und Medizin. Er wirkte als Stadt-Missionar in Glasgow. Im Alter von 34 Jahren wurde Paton 1858 in er reformierten, presbyterianischen Kirche ordiniert. 14 Tage später heiratete er Mary Ann Robertson. Weitere 14 Tage, am 16. April 1958  später stachen die beiden mit Joseph Copeland Richtung Südpazifik in See.





 

Am 5. November trafen John und Mary Paton auf der Insel Tanna ein und errichteten sich dort ein kleines Haus. In der Tagen ihrer Ankunft waren die Eingeborener der Insel als Kanibalen bekannt.
Die Patons waren von „bemalten Eingeboren“ umgeben, die „in schlimmstem Aberglauben und dessen Greuel“ verhaftet waren. Männer und Kinder waren nackt, die Frauen trugen Schurze aus Gras oder Blättern. Drei Monate nach ihrer Ankunft kam ihr Sohn Peter Robert zur Welt. Nur 19 Tage später starb seine Frau Mary an tropischem Fieber. Kurz darauf starb auch Peter Robert im Alter von nur 36 Tagen.

Trotz dieser verheerenden Trauerfälle, setzte John seine missionarische Arbeit unbeirrt fort. Ständig war er den Anfeindungen der Eingeborenen ausgesetzt, die ihm nach dem Leben trachteten. Einmal entkam er nur knapp einem Anschlag als ein Schiff ihn und andere Missionare auf die Insel Aneityum retteten. In der Folge reiste John weiter nach Australien und von dort nach Schottland. Er tat dies mit dem Ziel, das Interesse für die Mission auf den Neuhybriden zu stärken.

Weiter suchte er neue Missionare zu rekrutieren und Mittel für den Bau und Unterhalt eines Segelschiffes zu beschaffen, mit dem die Missionare in ihrer Insel-Mission unterstützt werden könnten. Dies gelang über erwarten gut, sodass sogar ein Dampfschiff gebaut und eingesetzt werden konnte. Während der Zeit in Schottland, heiratete John Paton 1864 Maggie Whitecross.

Zurück auf den Neuhybriden, baute John mit seiner neuen Frau auf Aniwa Island eine neue Missions-Station. Er selbst lebte mit Maggie in einer kleinen Eingeborenen-Hütte. Zur Missions-Station gesellten sich mit der Zeit zwei Weisenhäuser, eine Kirche, eine Druckerei und andere Gebäude. Die auf Aniwa wohnhaften Eingeborenen glichen sich stark jenen auf Tanna. „Der selbe Aberglaube, die gleichen kannibalistischen Grausamkeiten und Later, die gleiche barbarische Mentalität, der gleiche Mangel an Menschenfreundlichkeit oder Mitleid“.

Auf Aniwa wurden John und Maggie sechs ihrer ingesamt 10 Kinder geboren. Vier Kinder starben bereits als Säuglinge oder Kinder.

Mit der Zeit lernte John die Sprache der Eingeborenen und entwickelte er eine Schriftsprache. Maggie unterrichte ca. 50 Frauen und Mädchen. Sie lehrte sie im Nähen, Singen, Korbwaren und Hüte herstellen und brachte ihnen das Lesen bei. Zusammen bildeten sieh einheimische Bibellehrer aus und sandten diese in die umliegenden Dörfer, das Evangelium zu verkündigen.

Nach Jahren der Entbehrung durch Verfolgung,  Naturkatastrophen und Krankheiten und mutigem Dienst durften sie Früchte ihrer Hingabe erleben. Ein Grossteil der Insel Aniwa bekehrte sich zum Christentum. Im Jahre 1899 erlebte John den Druck der Neue Testaments in der Eingeborenen-Sprache. Auf 25 der 30 Inseln der Neuhybriden waren Missionare tätig. 1905 starb John’s Frau Maggie im Alter von 64 Jahren. Zwei Jahre später starb John 1907 im Alter von 82 Jahren.

Mit ihrem mutigen und hingebungsvollen Dienst durften sie nicht nur das Evangelium auf die Neuhybriden bringen, sondern waren sie auch für hunderte von Missionaren ein Ansporn, das Evangelium in gleicher Weise anderen Völkern auf dieser Erde zu bringen. Nicht zuletzt waren sie ein Zeugnis für die Liebe Gottes Gottes und dafür, dass es höhere Dinge gibt als persönliches Wohlergehen.


(Weitergehende Informationen zum Leben von John Paton finden sich im Download-Buch "Missionar unter Südseekanibalen", das auch als gedruckte Ausgabe im Webshop bestellt werden kann.)
Downloadbücher mit freundlichen Genehmigung des CLV Verlages
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