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27'000 Flüsse in China verschwunden
Noch Anfang Jahr rühmte sich die Regierung Chinas mit 50'000 Wasserläufen mit über 100 km2 Wasserfläche, das Land mit den meisten Strömen zu sein. Doch eine aktuelle Studie wies nach, dass es Zehntausende von Strömen weniger sind. Ein Zeichen für den akut steigenden Wassermangel in China.


(Quelle: Welt online vom 27.3.2013)

hg. China besitzt rund 93'000 Wasserreservoirs und Stauseen. Doch diese riesige Anzahl reicht nicht aus, um den wachsenden Grundbedarf an Wasser für die Chinesische Bevölkerung zu sichern.

Noch Anfang Jahr rühmte sich der damalige Vizepräsident, dass China mit 50'000 Strömen über 100 km2 Wasserfläche das an Ströme reichste Land der Welt sei. Eine später erschienene, über drei Jahre angelegte Studie des staatlichen Statistikamtes belegte aber, dass es nur noch 22'909 Ströme in China in dieser Grössenordnung gibt. Damit wären in kurzer Zeit 27'000 Ströme verschwunden.

Als Erklärung werden verschiedene Sachverhalte wie Klimawandel, Erderwärmung oder wachsende Wirtschaft und Bevölkerung angeführt. Genauere Abklärungen haben gezeigt, dass nicht alle verschwundenen Flüsse ausgetrocknet sind, sondern nur wesentlich kleiner wurden, als früher. Aktuell gebe es immer noch 45'203 Flüsse, wenn als Grundfläche nur 50 km2 genommen würde.

Dennoch ist offensichtlich, dass die Wasserknappheit in China akut zunimmt. An vielen Stellen sei der Grundwasserspiegel bereits stark gesunken oder sogar ausgeschöpft. Die 23-Millionen-Stadt Shanghai habe bereits damit begonnen, Regenauffangbehälter für die Wasserversorgung zu bauen.

Eine Folge davon ist, dass die Staatskosten für die Sicherstellung der Wasserversorgung in China stark ansteigen. In 2013 wird damit gerechnet, dass 25 Milliarden Euro allein in diesen Bereich investiert werden müssen, "und damit 18,8 Prozent mehr als noch im Vorjahr - oder mehr als das Doppelte des Wirtschaftswachstums".1


Quelle:
Welt online vom 27.3.2013 - "Mehr als 27'000 Flüsse in China abhandengekommen"

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