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Ameisen bauen Rettungsflösser bei Überschwemmungen - Quelle Youtube
Ameisen bauen Rettungsflösse

hg. Ameisen verblüffen die Forscher immer wieder. Sie schleppen übergrosse Lasten  (6- bis 40-fache des eigenen Körpergewichtes). Sie sind gigantische Baukünstler. Ihre Ameisenhaufen sind nur die Schutthalden der aus den kilometerlangen, klimatisierten Gängen herausgebuldeten Erde. Sie beseitigen 90% der gestorbenen Tiere im Wald. Als tierische Landwirte halten sie sich Blattläuse und melken diese. Damit ist aber noch nicht genug.

Forscher in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS) haben nun herausgefunden, dass Feuerameisen aus dem brasilianischen Regenwald zum Schutz gegen die häufigen Überschwemmungen auch regelrechte Rettungs-Boote bauen.

Solche lebende Ameisen-Rettungsboote wurden schon früher beobachtet, aber erst jetzt näher untersucht. Die Forscher um David Hu vom Georgia Institute of Technology in Atlanta haben nun untersucht, wie es die Ameisen schaffen Flösse ohne Hilfsmittel auf eine Art und Weise zu bauen, bei der alle Ameisen überleben.


Bei Tests mit 500 bis 8000 Feuerameisen haben sie folgende Sachverhalte festgestellt. Droht eine Überschwemmung hakt sich eine bestimmte Anzahl Ameisen eng ineinander und bildet innert weniger Minuten eine Art Schwimmplattform. Die Hälfte der Ameisen ist dabei unter Wasser. Da die Ameisen kleine Luftblässchen in ihr Geflecht einbinden, ertrinken die unter Wasser liegenden Tiere nicht und erhält das Ameisenfloss noch mehr Auftrieb. Wird eine Ameise aus dem Floss entfernt, nimmt sofort eine andere Ameise den Platz wieder ein.

Auf einer solchen Ameisen-Plattform können Tausende weitere Ameisen transportiert werden. Diese lebende Floss-Konstruktion kann über Monate beibehalten werden und somit können die Ameisen ein neues Gebiet nach der Überschwemmung besiedeln.

Der nachfolgende BBC-Film zeigt wie in der Natur solche Ameisen-Flösse enstehen und funktionieren.






Quelle:
Welt.de vom 26.4.2011
- "Feuerameisen bauen Flösse aus eigenen Körpern"
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