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Quelle: Hamburger Abendblatt vom 17.6.2010
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Sylvi - ein Geschenk des Himmels

Im Oktober von 1998 war in der Regionalzeitung zu lesen: 

Zug-Lokomotive erfasst zwei Mädchen! Schreckliches Unglück im Bahnhof Illertissen – Fast ein Wunder: Keine Lebensgefahr für Schülerinnen

… Ausgerechnet an diesem Freitagmorgen fuhr der Zug auf Gleis 1, anstatt wie üblich auf Gleis 2 ein. Damit nahm das Verhängnis seinen Lauf. Die beiden Schülerinnen sahen den herannahenden Zug und wollten noch zurück auf den Bahnsteig von Gleis 1. Sie rannten über die Gleiskörper. Dabei passierte das Schreckliche: Die Lokomotive erfasste beide Schülerinnen. Eine wurde zur Seite geschleudert, berichtete auf Nachfrage der Bundesgrenzschutz Neu-Ulm. Ihrer befreundeten Mitschülerin erging es weitaus schlimmer. Sie geriet unter die Lokomotive, wurde einige Meter weit mitgeschleift und schließlich zwischen den Schwellen des Bahngleises und einem Waggon eingeklemmt … Ein Ohrenzeuge berichtet der Illertisser Zeitung: »Gesehen habe ich zwar nichts. Aber ich habe gehört, wie der Lokführer gehupt hat, dann kamen die typischen Geräusche einer Notbremsung. Dann kamen zwei dumpfe Schläge…
 
Was an diesem Tag wirklich geschehen ist, kann ich nicht sagen. Dieser Tag ist von meiner Festplatte gelöscht! Ich kann aber sagen, dass dieser Tag mein Leben für immer verändert hat! Wie mir später erzählt wurde, stand ich wie erstarrt da und schrie. Dann erwischte mich die Lok. Ich klatschte so richtig dagegen und geriet unter die Lok. Irgendetwas verhakte sich dann mit mir, und ich wurde mitgeschliffen. Als der Zug dann stand, lag meine Schulkollegin schwer verletzt auf mir drauf – beide waren wir zwischen Gleis und Waggon eingeklemmt! Mein linker Vorfuß war zerquetscht. Am Kopf blutete ich stark. Meine rechte Kopfhälfte war skalpiert, mein Oberkiefer zertrümmert und drei Zähne ausgeschlagen. Neben meinen Kopfverletzungen schienen die inneren Verletzungen – Milzriss, Lungenquetschung und irgendwas mit der Leber – unmittelbar lebensbedrohlich zu sein.
 
Aber es gibt keine Zufälle! Schon Minuten später rückten Rettung, Notarzt und Feuerwehr an. Bei der Rettung war gerade Schichtwechsel gewesen. Daher war die doppelte Belegschaft vor Ort. So konnten gleichzeitig meine Freundin und ich optimal betreut werden. Nächster Zufall – ohne den wir beide vermutlich keine Chance gehabt hätten: ein Kran! Wie oft ist ein Kran bei einem Zugunglück gleich vor Ort, um die Lokomotive oder die Waggons zum Bergen der Verletzten anzuheben? Wegen der Baustelle im Bahnhof war das der Fall, und man konnte uns nach einer halben Stunde, gerade noch rechtzeitig, bergen – ein Geschenk des Himmels!
 
Dann ging es mit dem Rettungshubschrauber in die Uni-Klinik Ulm, wo schon alles für die Notoperation vorbereitet worden war. Es wurde die Kopfhaut, die noch irgendwie an mir dranhing, wieder angenäht. Seitdem habe ich eine Narbe von meinem Hinterkopf über die Stirn an meiner rechten Braue und Auge vorbei bis zu meinem Wangenknochen. Mein Vorfuß musste amputiert werden. Seitdem bin ich Prothesenträgerin. Die inneren Verletzungen waren letztlich doch nicht so schlimm. Diese mussten nicht sofort operiert werden. Sie heilten schließlich ganz ohne Eingriff – ein Geschenk des Himmels!
 
Beim Mitschleifen wurde mein Rücken im Bereich der Wirbelsäule tief aufgeschürft. Wenige Millimeter mehr, und ich wäre heute querschnittgelähmt! – ein Geschenk des Himmels!
 
Nach der Erstdiagnose waren wegen der Art des Unfalls und meiner Schädelverletzungen bleibende Schäden zu befürchten. Die Liste reichte von Sprachverlust, Charakterveränderung, Bewegungsstörungen bis hin zum lebenslangen Pflegefall. Die Computertomografie zeigte, dass mein Gehirn wie durch ein Wunder unversehrt geblieben ist. Nein, nicht wie durch ein Wunder – es war ein Wunder! Ich kann es nicht anders sehen, mir ist mein Leben – ein Geschenk des Himmels – nochmals gegeben worden!
 
Sollte ich meine Kindheit und Jugend kurz beschreiben, so würde ein Wort ausreichen – gewöhnlich! So schien es mir zumindest. Ich bin mit meinen zwei jüngeren Brüdern in einem kleinen Ort in der Nähe von Ulm aufgewachsen. Als Kind wurde mir ziemlich schnell bewusst, dass wir anders waren. Wir gingen nicht in die Katholische Kirche. Meine Eltern waren gläubig geworden und gingen in einen christlichen Hauskreis. Wir Kinder bekamen zu Hause aus der Kinderbibel vorgelesen, und wir beteten vor dem Schlafengehen und vor dem Essen. Ich hatte aber unter dem Anderssein gelitten. Zum Beispiel konnte ich nicht zur Erstkommunion gehen und wurde somit um ein schönes weißes Kleid betrogen.
 
War ich als kleines Mädchen ziemlich furchtlos, so traten in der ersten Klasse der Grundschule nachts zum ersten Mal völlig unbegründete Angstattacken auf. Ich begann, mich vor dem Tod und vor Krankheiten zu fürchten. Oft schlief ich am Abend lange nicht ein, weil ich Angst davor hatte, nicht mehr aufzuwachen. Ja, ich hielt mich absichtlich wach, nur um nicht einzuschlafen. Das war ein echter Horror! Bei Oma zu übernachten, für jedes andere Kind kein Problem, war für mich ein Ding der Unmöglichkeit! Ich begann zu Gott zu beten, in dem Bewusstsein, dass er die Ängste wegnehmen konnte. Hatte Gott erhört? Ich weiß es nicht mehr. Es gab einfach Phasen, wo es schlimm war, und dann wieder Zeiten, wo es halbwegs gut ging. Dennoch, aus dem unbeschwerten und fröhlichen Vorschulkind wurde ein ängstliches und schüchternes Mädchen, das sich nichts mehr zutraute. Als ich nach der Volksschule in eine weiterführende Schule wechselte, wurde mir deutlich, dass ich anders, aber diesmal in der Bedeutung von nicht passend, war.
 
In meiner Klasse war es wichtig, die richtige Markenkleidung zu tragen. Ein Mädchen fing damit an, eine Hetzkampagne gegen mich zu starten. Während des Unterrichts erreichten mich kleine Botschaften, etwa in Form von Briefen mit der Frage, ob der Pulli denn von meiner Oma sei. Jeder Schultag war eine Qual für mich, und ich weinte sehr viel. Eine richtige Freundin ließ sich nicht finden, und mein Selbstbewusstsein sank gegen den Nullpunkt. Ich fühlte mich als Mensch wertlos und von meinen Klassenkameraden abgelehnt, und Gott schien nicht zu helfen. Nach einem erneuten Schulwechsel wurde das Bedürfnis, Ansehen bei meinen Mitmenschen zu erlangen, immer stärker. Als ich zur Klassensprecherin gewählt wurde, gab das meinem Selbstwertgefühl einen ungeheuren Auftrieb. »Jetzt endlich«, so dachte ich, »werde ich wahrgenommen und akzeptiert!«
 
Meine schulischen Leistungen verbesserten sich, und endlich fand ich eine Freundin. Langsam begann das andere Geschlecht für mich interessant zu werden. Ich verliebte mich zum ersten Mal. Es gab dabei nur ein Problem: Er interessierte sich nicht für mich, sondern für meine Freundin! Ich fing an, um die Gunst des Jungen zu werben. Ich offenbarte ihm meine Gefühle. Das war aber sehr dumm von mir, da es mich seinem Gespött gnadenlos auslieferte. Er fand mich zu klein und meine Zähne mit meiner Zahnspange schrecklich. Aufs Neue musste ich erkennen, dass ich den Ansprüchen nicht gerecht und wieder für nicht passend befunden worden war. Ich fing an, neidisch auf meine Freundin zu werden. Meiner Meinung nach hatte sie alles, was man brauchte, um es im Leben zu etwas zu bringen. Im Gegensatz zu mir war sie groß und hatte gerade Zähne. Außerdem konnte sie jede neue Modeerscheinung mitmachen.
 
Passend, das wollte ich werden! In mir verfestigte sich das Denken, dass es das Äußere ist, was einen Menschen ausmacht. Mein Problem war, dass mein Äußeres nicht gut genug zu sein schien. Ich empfand mich zunehmend als minderwertig, nicht  angenommen – als Außenseiter.
 
Mit 15 Jahren kam ich zum ersten Mal in die christliche Jugendgruppe nach Memmingen und fühlte mich dort gleich sehr wohl. In dieser Zeit wurde ich bei den Bibelarbeiten in der Jugendstunde mit dem Evangelium von Jesus und mit einer Umkehr zu ihm  konfrontiert. Aber ich hatte Angst vor den Konsequenzen für mein Leben. Außerdem dachte ich mir, dass ich ja gar nicht ein so schlechter Mensch war. Diesen Schritt könnte ich doch auch noch kurz vor dem Sterben tun. Dann, wenn ich alt bin. Diese Überlegung bremste mich in meiner Hinwendung zu Jesus.


Ein Gedanke aber lähmte mich geradezu, mich für Gott zu entscheiden: »Wenn ich mich bekehre, dann wird meine Entscheidung sofort von Gott durch eine schreckliche Krankheit, den Tod einer geliebten Person oder etwas Ähnliches auf die Probe gestellt.« Und ich wusste, ich würde diese Prüfung nicht bestehen. Ich hatte Angst davor zu versagen. Auch war ich mir nicht sicher, ob Gott mich bis ans Ziel durchtragen würde. Ich konnte mich nicht bekehren. Ich schaffte es nicht, mein Leben in Gottes Hände zu legen. Ich war eine Gefangene meiner Ängste! Es dauerte nicht lange, und ich verliebte mich in einen Jungen, der ebenfalls in diese Gruppe ging. Was war das für ein tolles Gefühl. Mir schien die Welt zu Füßen zu liegen. Aber dann machte ich meinen nächsten Fehler. Ich erzählte dem Jungen meine Ängste und Sorgen. Er schien mir gern zuzuhören. Ich fühlte mich total geliebt und angenommen. Dieses Gefühl sollte allerdings
 
Tagebuchauszug 20. 11. 95: … musste heute in der Schule weinen, weil meine Zähne so schrecklich sind …
 
Tagebuchauszug, irgend- wann 1996: … Ich bin ein fader Zipf …
 nicht von langer Dauer sein, denn nach vier Wochen beendete er die Freundschaft, weil er mich als  »einen faden Zipf«, einfach als zu langweilig und vor allem als zu ängstlich empfand.

Ich fiel in ein tiefes, schwarzes Loch. Wie nie zuvor empfand ich mich als nicht passend, als völlig wertlos. Ich war von mir selbst zutiefst enttäuscht, und es ärgerte mich, dass ich so war, wie ich war – ängstlich und schüchtern! Eine Zeit lang mied ich den Besuch der Jugendgrupe. Ich wollte den Burschen nicht mehr sehen. Ich schämte mich, weil ich ihm alle meine Geheimnisse anvertraut hatte und er mich jetzt vor den anderen damit lächerlich machte. Mehr denn je fragte ich mich, worin mein Wert als Mensch begründet war. Waren es innere Werte, wie ich bis jetzt vergeblich gehofft hatte, oder war es doch die Zahl der Freunde, das Angenommensein in einer Clique, Äußerlichkeiten wie teure Klamotten, eine coole, selbstsichere Art?
 
Zurück zum Oktober 1998: Ich war auf der Intensivstation wieder zu Bewusstsein gekommen, und meine Mutter teilte mir mit, was mit mir geschehen war. Mit offenem Mund lauschte ich ihrem Bericht. Erschüttert lief mir ein kalter Schauer nach dem anderen über den Rücken. Da ich mich ja an nichts erinnern konnte, erlebte ich während der Erzählung die Ereignisse des Unfalls zum ersten Mal bewusst. Ich war fassungslos. Am Ende ihrer Schilderung hatte ich nur noch eine drängende Frage an Gott: »Herr, wie kann ich dir meine Dankbarkeit für diese Bewahrung zeigen?« Er hatte mir mein Leben ein zweites Mal geschenkt! Ich hatte gedacht, ich würde mich bekehren, wenn ich alt bin – ich wäre nicht alt geworden! Es wurde mir klar, dass mein kleines Leben total vergänglich und kurz ist, wie ein Hauch. Ich hatte es dem Herrn allein zu verdanken, dass ich noch am Leben war. Hatte ich vorher meine Zweifel über die Güte Gottes und ob er
mich bis zum Ende durchtragen würde, so zeigte
 
Tagebuchauszug 29. 12. 96: … ich muss meinen Halt noch finden … anscheinend
muss ich in meinem Leben noch sehr viel lernen! … 
 mir die außergewöhnliche Bewahrung bei diesem Unfall: »Nirgends konnte ich sicherer sein als in seinen Händen!« Ich erkannte: »Ich bin in Gottes Augen unendlich wertvoll. Nicht weil ich groß oder klein, ängstlich oder furchtlos, schüchtern oder selbstsicher bin, schöne oder schiefe Zähne habe, sondern weil er mich liebt.« Niemand konnte mir in den Minuten des Unfalls so beistehen wie Jesus Christus. Er war an diesem Tag dabei und ließ mich keine Minute aus den Augen. Er hatte diesen Tag geplant und wusste schon am Morgen, als ich aufstand, was mir passieren würde. Mit seinen Händen hatte er mich bei dem Aufprall auf die Lok und dem folgenden Chaos beim Überfahrenwerden beschützt. Es war ein Wunder, dass meine Freundin und ich nicht getötet wurden. Seine Hände hatten im Vorhinein all die Zufälle für unsere Rettung arrangiert. Auf seinen Händen hatte er mich durch die Zeit im Krankenhaus und die folgenden acht Operationen getragen. Damals schrieb ich ein Lied, das meine Gedanken und Gefühle ausdrückt:
 
Ganz egal
Ganz egal, was auch passiert, ich bin in deiner Hand.
Ganz egal, was auch geschieht, ich bin in deiner Hand.
Oft passieren Dinge, die ich nicht versteh und nicht fassen kann;
doch du hast einen Plan, ich nehm’s aus deiner Hand.
Und über meine Kraft werde ich nicht versucht von dir – niemals.
Du liebst mich, so wie ich bin.
Ganz egal, was auch passiert, ich bin in deiner Hand.
Ganz egal, was auch geschieht, ich bin in deiner Hand.
Du bist der Schöpfer der ganzen Erde und hast acht auf mich.
Alles, was mir widerfährt, dient mir zum Besten.
Menschen enttäuschen und werden hart, aber du nicht, niemals.
Du liebst mich, so wie ich bin.
Ganz egal, was auch passiert, ich bin in deiner Hand.
Ganz egal, was auch geschieht, ich bin in deiner Hand.
Ich bin in deiner Hand.
 
Im Krankenhaus wurde ich oft von meiner Familie und Freunden aus der Jugendgruppe besucht. Das ermutigte mich. Mehr als das alles aber hatte Gott selbst mich getröstet, als er mit Psalm 91 direkt in mein Leben hineinsprach. Diese Bibelstelle war ein Widerhall meiner Gefühle, die mich damals aufwühlten, und fasste meine Bekehrung in Worte. Zu diesem Zeitpunkt war das für mich schon längst nicht mehr eine Frage des Wissens und Verstehens. Ich hatte das Evangelium oft genug gehört und auch verstanden. Aber meine Ängste, mein falsches Bild von Gott hinderten mich daran, dass ich ihm mein ganzes Vertrauen schenken konnte. Durch den Unfall und die unbeschreibliche Bewahrung wurden mir die Augen geöffnet: »Er liebt mich, so wie ich bin. Er trägt mich durch alle Gefahren mit seiner allmächtigen Hand. Er rettet mich in Umständen, wo ich nichts mehr tun kann. Aber er will mich noch in einem höheren Sinn retten – um mich passend zu machen. Dieses Mal aber nicht passend für irgendeine Clique, eine Freundin oder einen Freund, sondern passend für ihn selbst.«Ich legte mein Leben bewusst in seine liebenden, allmächtigen Hände. Ich durfte mich bekehren.
 
Einige Monate später begann ich in der Jugendgruppe mitzuarbeiten. Mir schien das damals gar nichts Besonderes zu sein. Doch vor Kurzem bedankte sich bei mir ein Mädchen für die Gespräche von damals, die zu ihrer Bekehrung geführt hatten.  Ich war sprachlos.

Nach dem Abschluss meiner Lehre als Industriekauffrau wollte ich einfach ein paar Monate Auszeit. Mein Herzenswunsch war es, in München die Ausbildung zur Logopädin zu beginnen. Bis zum Vorstellungsgespräch musste ich noch einige Monate warten. Ich betete: »Herr, du kannst es schenken, dass ich bei einer gläubigen Familie unterkommen kann, um dort als Au-pair zu helfen und zu lernen.« Insgeheim hatte ich an eine ganz bestimmte Familie gedacht und mir gewünscht, dass ich bei ihnen diese Zeit bis zur Ausbildung überbrücken könnte. Wie begeistert und dankbar war ich, als ich hörte, dass meine vorsichtige Anfrage eine große Gebetserhörung für sie war! Es war ein Geschenk des Himmels und wurde eine einmalige Zeit für mich. Sie hatten mich aufgenommen, wie ich bin, mich ermutigt, Sylvi zu werden, zu der jungen Frau, die Gott von Anfang an gemacht und geplant hatte. Nicht die Sylvi der Erwartungen anderer zu sein, sondern eben Sylvi – mit all ihren Schwächen und Stärken.
 
Ein weiteres Mal erlebte ich Gottes gute Hand bei meiner Aufnahme in der Logopädieschule in München. Von 900 Bewerbern war ich als eine von 15 genommen worden! Diese Ausbildungsstelle konnte ich dankbar als Geschenk des Himmels annehmen.
 
Die Schule war ziemlich anstrengend und ging oft über meine Kräfte. Gerade im ersten Ausbildungsjahr spielte ich mit dem Gedanken, alles hinzuwerfen. Aber das Wissen, dass
mich der Herr an diesen Platz gestellt hatte, ließ mich weiterkämpfen. Nach dem erfolgreichen Abschluss meiner Ausbildung begann ich als Logopädin zu arbeiten. Ohne den Herrn Jesus hätte ich aufgegeben!
 
PS: Bis jetzt ist mein Glaube nicht über meine Kräfte, durch eine schreckliche Krankheit oder den Tod eines geliebten Menschen, auf die Probe gestellt worden. Ich habe aber sehr wohl viele Herausforderungen für mein Vertrauen in Gott erlebt und erfahren, dass Gott mich angenommen hat und weiterhin fest in seiner Hand trägt.
 
(Auszug aus dem Buch „David Niedersee/Günter Neumayer – Ergreife das Leben“ (CLV Verlag Bielefeld). Mit freundlicher Genehmigung von Sylvi.
 

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