Seite drucken
11
  
Wikipedia, Anagoria, CC-BY-3.0
Jesus und wir - über den Engeln
Engel sind in. Seien es Schutzengel oder die gefallenen Engel in Form von Geistern, Dämonen oder deren Herrscher, dem Teufel selbst. Doch die Bibel erklärt uns mit beeindruckender Deutlichkeit, dass Jesus deutlich über diesen Himmelsmächten steht - und mit ihm auch wir. Und das ist nicht die einzige Aussage über die Bedeutung von Jesus Christus.

hg. Aktuell stehen die Christen in der Welt unter Druck. Der Islam beherrscht nicht nur die Medien, sondern drängt mit aller Macht auch in die westliche Welt. Der Atheismus der Schulen erzieht eine Generation der Gottlosen und die säkularisierte Gesellschaft schiebt bekennende Christen in unseren Breitengraden in die Fundamentalisten-Schublade. Andererorts werden Christen verfolgt. Jedes Jahr sterben Hunderttausende  wegen ihres Glaubens. Gerade in diesem Zusammenhang ist es hilfreich, sich als Christ zu vergegenwärtigen, welche Stellung unser Herr und Retter - Jesus Christus - hat. Das hat auch für jene, die Christus nachfolgen und damit Kinder Gottes werden, erhebliche Auswirkungen.



Im Hebräerbrief wird die Stellung von Jesus Christus, dem Sohn Gottes und jenen, die ebenfalls Kinder Gottes sind, zusammengefasst. Der Text ist zwar etwas länger, lohnt sich aber unbedingt, genau gelesen zu werden.

Hebräer 1, 2-14:
Durch ihn [Jesus Christus] hat er das ganze Universum und alles, was darin ist, geschaffen, und er hat ihn zum Erben über alles eingesetzt. Der Sohn spiegelt die Herrlichkeit Gottes wider, und alles an ihm ist ein Ausdruck des Wesens Gottes. Er erhält das Universum durch die Macht seines Wortes. Nachdem er uns durch seinen Tod von unseren Sünden gereinigt hat, setzte er sich auf den Ehrenplatz an der rechten Seite des herrlichen Gottes im Himmel.
Gottes Sohn ist weit mächtiger als die Engel, so wie auch der Name, den Gott ihm gab, viel erhabener ist als ihre Namen.

Denn Gott hat zu keinem Engel gesagt, was er zu Jesus sagte: »Du bist mein Sohn. Heute habe ich dich gezeugt.« Und weiter sagte Gott: »Ich werde sein Vater sein und er wird mein Sohn sein.« Und als Gott der Welt seinen erstgeborenen Sohn zeigte, sprach er: »Alle Engel Gottes sollen ihn anbeten.«

Von den Engeln heißt es: »Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen.« Aber zu seinem Sohn spricht er: »Dein Thron, o Gott, steht für immer und ewig. Die Herrschaft deines Reiches ist eine gerechte Herrschaft. Du liebst das Recht und hasst das Unrecht. Deshalb, o Gott, hat dein Gott dich gesalbt und das Öl der Freude über dich ausgegossen, reichlicher als über alle anderen.« Und: »Herr, am Anfang hast du das Fundament der Erde gelegt, der Himmel ist das Werk deiner Hände. Sie werden vergehen, aber du bleibst ewig. Sie werden veralten wie ein Gewand. Du wirst sie wechseln wie ein Kleidungsstück, und sie werden fort sein. Doch du bleibst für immer und ewig derselbe; deine Jahre haben kein Ende.«

Und Gott hat nie zu einem Engel gesagt: »Setze dich auf den Ehrenplatz zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde demütige und sie zum Schemel unter deinen Füßen mache.« Denn Engel sind nur Diener. Sie sind Geister, die Gott als Helfer zu denen sendet, welche die Rettung erben werden.



Hebräer 2, 5-11
Außerdem sind es nicht die Engel, denen er die zukünftige Welt, von der wir hier sprechen, unterstellt hat. Denn an einer Stelle in der Schrift heißt es: »Was ist der Mensch, dass du an ihn denken, und der Sohn des Menschen, dass du für ihn sorgen solltest? Für eine kurze Zeit hast du ihn geringer als die Engel gemacht und hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.  Du hast ihm Vollmacht über alles gegeben.«  Wenn er ihm [Jesus Christus] Macht über alles gegeben hat, dann gibt es nichts, worüber er nicht herrscht.

Aber noch sehen wir das alles nicht.  Doch Jesus sehen wir, der für eine kurze Zeit geringer als die Engel gemacht wurde und nun mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt ist, weil er für uns den Tod auf sich nahm. Durch die Gnade Gottes hat Jesus für alle Menschen auf der ganzen Welt den Tod erlitten. Denn Gott, für den alles erschaffen wurde und der alles erschuf, will seine Herrlichkeit mit vielen Kindern teilen. Doch damit Jesus ihre Rettung bewirken konnte, musste Gott ihn durch sein Leiden vollkommen machen. So haben nun Jesus und alle, die er heiligt, denselben Vater. Deshalb schämt sich Jesus nicht, sie seine Brüder zu nennen.

 
Jesus Christus ist der Schöpfer und Erhalter des Universums
Das Zeugnis der Bibel ist eindeutig: Gott hat die Welt durch seinen Sohn Jesus Christus geschaffen (Johannes-Evangelium 1,1ff, Kolosserbrief 1,16ff oder eben die obige Stelle im Hebräerbrief). Jesus ist aber nicht nur derjenige, der initial das Universum erschuf und das Lebens ins Leben rief. Er ist auch der Erhalter des Universums - dessen Energie und Motor. Er ist der Motor jenes Lebens, dessen Antrieb die Naturwissenschaft heute noch nicht ohne Ihn erklären kann.


Jesus ist als Herrscher über alles eingesetzt
Jesus Christus ist als Herrscher eingesetzt. Seine Herrschaft entspricht seiner Bedeutung als Schöpfer. Zwar hat die Engel- und Geisterwelt heute eine zeitlich bedingte Macht. Jesus Christus ist aber der kommende Herr. Er wird der Herrscher der künftigen Welt sein. Gott hat ihm die Macht über alles gegeben. Und mit alles meint Gott wirklich alles.


Jesus steht über den Engeln - ob gefallen oder nicht
Zwar war Jesus Christus in seiner diesseitigen Zeit als Mensch "ein wenig geringer als die Engel", aber die Stellen im Hebräer-Brief drücken über mehrere Argumente deutlich aus, dass die Stellung von Jesus Christus als Gott und Herrscher, jene der Engel, bei weitem übersteigt. Ganz besonders deutlich wird das, wenn als Argument angeführt wird, dass Jesus Christus Sohn von Gott ist, was die Engel nicht sind.


Die Zusagen an Jesus Christus gelten auch an uns - deshalb nennt er uns Brüder
Je mehr wir das Bild dessen vervollständigen, was Jesus aus Sicht der Bibel ist, desto gewaltiger werden die Aussagen darüber, was wir sein werden. Die Zusagen an den Sohn Jesus Christus gelten auch an alle anderen Kinder Gottes. 

Die Engel sind nicht Söhne wie Jesus Christus. Im Galater-Brief wird in Erweiterung zur Sohnschaft Gottes ausgedrückt, das auch Menschen, seine Kinder werden (siehe auch Johannesevangelium 1,12). Wer Kind Gottes ist, ist Erbe Gottes und Miterbe Christi. Ihnen gehört alles, was Gott gehört.

Galater-Brief 4,6-7:
Und weil ihr seine Kinder geworden seid, hat Gott euch den Geist seines Sohnes ins Herz gegeben, sodass ihr zu Gott nun »lieber Vater« sagen könnt. Jetzt seid ihr keine Diener mehr, sondern Kinder Gottes. Und als seine Kinder gehört euch alles, was ihm gehört.


Die Galater-Aussage deckt sich mit dem Hebräer-Vers 2,10 - nach der Gott seine Herrlichkeit - das was er hat und ist - mit vielen Kindern teilen will. Der Erstgeborene seiner Kinder ist sein Sohn, Jesus Christus. Die weiteren Geboren sind alle jene, die Gott ihr Leben geben, die Versöhnung durch das Opfer von Jesus Christus annehmen und mit Gott durch seinen Geist verbunden werden - eben Kinder Gottes werden. Kinder Gottes sind Brüder Jesus und damit Miterben Gottes, Mitherrscher und mitversetzt in die Stellung über den Engeln.

Wenn sich Christen, die Nachfolger Christi sein wollen, heute in der Defensive sehen, entspricht das zwar der Realität, aber nicht deren Stellung in den Augen gottes. Sie sind wie Christus, diesseitig verfolgt. Sie dürfen aber wissen, dass sie jetzt schon stellungsmässig, als Kinder Gottes, Besitzer all dessen sind, was Gott besitzt. Sie sind die kommenden Herrscher der Liebe und Gerechtigkeit. Sie dürfen bereits mit grosser Freude und erhobenem Haupt die momentane Niedrigkeit erdulden, wissend das eine  Welt ohne Gott nicht wahrhaben will, dass eigentlich diesen Unterdrückten mit ihrem Herrn Jesus Christus, diese Welt gehört.

(Bibeltexte in der Übersetzung "Neues Leben")






Weitere Artikel zum selben Thema
Jesus ist das Licht. Aber was ist Licht?
Di 28.06.2016
Jesus ist das Licht. Aber was ist Licht?
Jesus sagt von sich, dass er das Licht des Lebens sei. Wie funktioniert aber Licht und was bedeutet das für uns?
Jesus ist der einzige Auferstandene
Mi 30.03.2016
Jesus ist der einzige Auferstandene
Buddha, Zaratustra, Mohammed, Gandhi und all die anderen weisen Lehrer dieser Welt sind gestorben. Nur von Jesus Christus wird glaubhaft bezeugt, dass er auferstanden ist und nun seit bald 2000 Jahren
Jesus: Es wurde keine Schuld an ihm gefunden...
Sa 26.03.2016
Jesus: Es wurde keine Schuld an ihm gefunden...
Jesus war ohne Schuld - das wurde in einem aufwendigen Prozess belegt. Er war ohnehin ein besonderer Mensch - mehr noch - er war der Sohn Gottes.
Jesus war ohne Sünde. Was heisst das?
Sa 24.10.2015
Jesus war ohne Sünde. Was heisst das?
Jesus Christus war ohne Sünde. Was heisst das eigentlich? Wie schaffte er das? War das einfach so, weil er Gottes Sohn war?
 zurück