Seite drucken
434
  
Quelle: Istockphoto
Jesus ist das Licht. Aber was ist Licht?


(c) Wägwyser

Im Johannesevangelium, Kapitel 8,12 heisst es:

Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Licht bringt das Leben! Leben ist für uns Menschen der zentrale Begriff. Licht steht dabei für den Unterschied zwischen blosser Existenz und echtem Leben. Ein Gefangener lebt auch, aber meistens ist er vom Licht ausgeschlossen. Jesus sagt von sich, dass er dieses Lebenslicht sei. Aber wie funktioniert Licht?


Teil 1: Wie funktioniert eigentlich Licht

Licht und Lichtgeschwindigkeit
Gerade in den letzten Monaten glaubten Wissenschaftler des Cern (Teilchenbeschleunigers Genf), dass sie etwas schnelleres gefunden hätten als die Geschwindigkeit des Lichts. Aber sie mussten kleinlaut zugeben, einen Messfehler gemacht zu haben. Lichtgeschwindigkeit ist das Schnellste das wir kennen. Ein Lichtstrahl saust mit 300'000 km pro Sekunde durch den Raum. Damit umkreist er z.B. rund 7,5 mal unseren Planeten in einer Sekunde. Jesus ist das Licht und Jesus ist gemäss den ersten Versen des Johannesevangeliums auch Gott. Betrachten wir die Lichtgeschwindigkeit, ist die Allgegenwart Gottes gar nicht mehr so abstrakt.


Orientierung und Farbe
Jeder von uns weiss, dass Licht wichtig ist. In der Dunkelheit verlieren wir schnell die Orientierung und stolpern durch die Gegend. Die Verletzungsgefahr steigt drastisch. Jesus ist das Licht. Mit seiner Weisheit gibt er uns Lebensorientierung. Ohne ihn tappen wir ihm dunkeln.

Wenn in seinem Zimmer nicht aufgeräumt hat, scheut das Licht, weil es eben nicht nur Orientierung gibt, sondern auch die Dinge "ans Licht bringt", bzw. aufklärt. Wer ein unordentliches Leben lebt, scheut oft das Licht, dass Jesus auf sein Leben wirft und verzieht sich in die Nacht.

Übrigens kann der Mensch Licht selbst nicht sehen. Und dennoch haben wir an diesem Licht keinen Zweifel. Sonnen-Auf- und Untergänge gehören zu unseren schönsten Naturschauspielen. Dabei sehen wir aber nicht das Licht, sondern immer Dinge, die vom Licht angestrahlt werden. Jene Menschen, die behaupten, man könne nicht an Jesus glauben, weil man ihn nicht sähe, dürften auch nicht an das Licht glauben. Aber ebenso wie beim Licht, Gegenstände, dessen Gegenwart beweisen, sollten die Gegenwart Jesu an seinen Kindern sichtbar werden.

Wie funktioniert aber dieses Widerspiegeln des Lichts. In einem Lichtstrahl sind sämtliche Farben enthalten (siehe unten das Farbspektrum eines Lichtstrahls). Die einzelnen Farben des Lichts können wir aber nur erkennen, wenn das Licht auf einen Gegenstand fällt. Dieser Gegenstand "absorbiert" (einen Teil des Lichtsspektrums und wirft meistens nur eine Farbe aus diesem Spektrum zurück. Fällt das Licht z.B. auf einen Grashalm, behält dieser Halm alle Farben zurück und spiegelt nur grün zurück. Grundsätzlich sind alle Dinge schwarz. Wer das nicht glaubt, soll seine scheinbar farbigen Gegenstände einmal bei völliger Dunkelheit - also Abwesenheit von Licht betrachten - die Farben sind alle weg. Erst wenn ein Ding beleuchtet wird, erhält es Farbe bzw. erscheint es farbig. Es gibt aber auch schwarze Dinge, die am hellichten Tag ihre Farbe "schwarz" behalten. Das sind Stoffe, die sämtliches Licht absorbieren, ohne irgend einen Teil des Lichtes zurück zu werfen. Weil kein Licht mehr zurückkommt, sehen wir die eigentliche Farbe des Gegenstandes - nämlich "schwarz".


(Quelle: Wikipedia, Andys)

Genauso verhält es sich zwischen uns Menschen und Jesus. Ohne Jesus sind wir schwarz. Aus uns selbst können wir kein Licht produzieren. Werden wir aber von Jesus beleuchtet, reflektieren wir sein Licht - bzw. seine Eigenschaften. Wie verschiedene Farben - können wir von Jesus Liebe, Friede, Geduld, Weisheit, Sanftmut, Freude usw. reflektieren.

Wenn jemand ohne Farbe ist, steht er nicht im Licht Jesu. Es ist ganz einfach, dass wir unsere Farbigkeit verlieren. Wenn wir zulassen, dass etwas zwischen uns und Jesus tritt, kann sein Licht uns nicht mehr erleuchten.

Auch unter den Menschen gibt es "schwarze" Personen. Es sind jene Menschen, die zwar davon profitieren, dass sie Geschöpfe Gottes sind und auch in vielen Bereichen von seinem Segen erhalten. Aber sie absorbieren alle Geschenke Gottes für sich und geben nichts weiter. Sie sind Egoisten ohne Liebe.

Interessanterweise ist es auch im Schatten, an jenen Orten, wo das Licht nicht direkt hingelangt, doch nicht dunkel. Das hat einen einfachen Grund. Wie der Mond (der selbst kein Licht besitzt, sondern nur die Sonne spiegelt) die Nacht erhält, erhellen Gegenstände, welche das Licht reflektieren auch Orte, die nicht von der Sonne direkt beleuchtet werden.

Das ist auch die Aufgabe von Menschen, die Jesus gehören. Sie können das Licht Jesu in jene Orte, dunklen Ecken und unbeleuchteten Stellen tragen, in welche Jesu Licht nicht direkt hineinscheint.

Und dann gibt es noch dieses Naturphänomen des Regenbogens:


(Quelle: Wikipedia Eric Rolph)

Der Regenbogen wurde nach der Sintflut, welche nur acht Menschen überlebten, als Zeichen des unaufhörlichen Friedens in den Himmel gesetzt. Wir können den Regenbogen sehen, wenn Licht in eine Regenwand hineinfällt und wir zwischen dem Licht und der Regenwand stehen. Der Regenbogen ist ein wunderschönes Bild für die Erlösung in Jesus Christus:

Jesus das Licht, hat als Mensch das Gericht (Wasserwand - Sintflut) für alle Menschen getragen, damit wir frei werden. In dieser Hingabe werden alle Wesenszügen (Farben) von Jesus Christus und seinem Vater sichtbar. Die Zusammenfassung des Wesen Gottes ist die Liebe. Wie schön und Freude-gebend diese Liebe ist, zeigt sich eben in der Farben-Vollständigkeit und Schönheit eines Regenbogens.




Licht und Photosynthese



(Quelle: Istockphoto)

Licht ist Leben. Das ist eine der Aussagen von Jesus. Und diese Aussage ist fundamental richtig. Denn ohne Licht gäbe es auf unseren Planeten kein Leben. Der Schlüsselbegriff in diesem Zusammenhang ist "Photosynthese". Die Photosynthese ist ein chemischer Prozess, bei dem aus dem Licht jene Energie gewonnen wird, die zur Herstellung von Kohlehydraten und Proteinen nötig ist. Das Wikipedia-Lexikon schreibt zum Thema Photosynthese:

"Die oxygene Photosynthese ist nicht nur der bedeutendste biogeochemische Prozess der Erde, sondern auch einer der ältesten. Sie treibt durch die Bildung organischer Stoffe mittels Sonnenenergie direkt und indirekt nahezu alle bestehenden Ökosysteme an, da sie anderen Lebewesen energiereiche Baustoff- und Energiequellen liefert."

Wie funktioniert nun diese Photosynthese - z.B. bei Pflanzen? Die meisten Blätter von Pflanzen haben einen Stoff (Chlorophyll oder Blattgrün), mit dem sie das Licht aufnehmen und ihn verwertbare Energie umwandeln können. Damit diese Umwandlung maximal funktioniert, richten sich die Blätter exakt auf das Licht aus und folgen in ihrer Ausrichtung der Sonne am Himmel.

Genauso funktioniert die geistliche Photosynthese - Kraftgewinnung aus Gott: Menschen, in denen Gott Wohnung genommen hat durch die Wiedergeburt sind fähig die Kraft des Geistes zu empfangen und gehorchen seinen Weisungen, womit die maximale Wirkung erzielt werden kann. Die einzige Aufgabe dieser Menschen liegt darin, sich konsequent auf Jesus auszurichten und seinem Weg zu folgen.


Licht und Wärme

Licht ist nicht nur erleuchtend und macht farbig, Licht spendet auch Wärme. Diese Wärme kann zum glühenden Feuer werden. Wo diese Wärme fehlt wird es kalt - sehr kalt.

Im Weltall, wo keine Wärmespeicher vorhanden sind, fällt das Thermometer in Kürze bei Wegbleiben der Sonne auf bis zu -273 Grad - dem absoluten Gefrierpunkt. Es ist bekannt, was bei grosser Kälte geschieht. Alles wird starr und steif. Wird ein Gegenstand gefroren, verändert sich seine molekulare Struktur. Gegenstände, die in warmen Zustand flexibel auch verschiedenste Umstände reagieren konnten, zersplittern in gefrorenem Zustand mit einem Schlag.

Kann Jesus mit seiner Liebe unser Leben und unsere Gesellschaft nicht mehr erwärmen, wird sie ebenfalls kalt. Die Solidarität und Uneigennützigkeit nimmt ab. Die Menschen werden steif und starr, sie lassen sich vom Leiden anderer nicht mehr bewegen und werden träge und gleichgültig. Im gleichen Zug nimmt aber auch die Fähigkeit ab, beweglich auf Problemstellungen zu reagieren. Schon bei kleineren Schlägen des Lebens fallen wir ohne Liebe Christi auseinander.

Wer mit Christus im Reinen, erlebt seine Liebe fürsorglich, barmherzig und gnädig. Die selbe Quelle und der selbe Strahl wird aber für jene, die ungeschützt ausgesetzt sind, zum zerstörenden Feuer und Brand.

Übertragen bedeutet das Licht auch für jene Menschen das Gericht, welche nicht die Erlösung Jesu für sich persönlich in Anspruch genommen haben. Bei den Erlösten steht Jesus vor ihnen und nimmt die Glut des Gerichts auf sich.



Teil 2: Das Licht Jesu - eine Herausforderung für Menschen

In den ersten Versen des Johannes-Evangeliums wird uns die Wirkung von Jesus als Licht dargestellt und nochmals die ganze Verantwortung des Menschen gegenüber diesem Licht vor Augen geführt:

Joh 1,4-10
In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht ergriffen. Es war ein Mensch, von Gott gesandt, der hieß Johannes. Der kam zum Zeugnis, um von dem Licht zu zeugen, damit sie alle durch ihn glaubten. Er war nicht das Licht, sondern er sollte zeugen von dem Licht. Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht; aber die Welt erkannte ihn nicht.



In diesem Text gibt es nur zwei Menschengruppen:
Gruppe 1: Jene Menschen, die das Licht ablehnen
Gruppe 2: Jene Menschen, die sich vom Licht gebrauchen lassen und vom Licht zeugen.

Wer verstanden hat, wie Licht funktioniert, steht vor dieser Frage: Wird er zum Reflektor dieses Lichts und damit zum Boten von Orientierung, Farbe und Wärme, oder wird er zum dunklen Lichtflüchtling, der lieber durch das kalte Leben stolpert, als sich mit Jesus einzulassen.

Was machst du?








0 Kommentar(e) zum Thema Jesus ist das Licht. Aber was ist Licht?
Einen neuen Eintrag erfassen


Weitere Artikel zum selben Thema
Jesus und wir - über den Engeln
Sa 24.09.2016
Jesus und wir - über den Engeln
Engel und Dämonen, insbesondere der Teufel, sind bezüglich Macht und Stärke in aller Munde. Doch gemäss der BibelZeugnis steht Jesus über den Engeln - und mit ihm auch wir - u
Jesus ist der einzige Auferstandene
Mi 30.03.2016
Jesus ist der einzige Auferstandene
Buddha, Zaratustra, Mohammed, Gandhi und all die anderen weisen Lehrer dieser Welt sind gestorben. Nur von Jesus Christus wird glaubhaft bezeugt, dass er auferstanden ist und nun seit bald 2000 Jahren
Jesus: Es wurde keine Schuld an ihm gefunden...
Sa 26.03.2016
Jesus: Es wurde keine Schuld an ihm gefunden...
Jesus war ohne Schuld - das wurde in einem aufwendigen Prozess belegt. Er war ohnehin ein besonderer Mensch - mehr noch - er war der Sohn Gottes.
Jesus war ohne Sünde. Was heisst das?
Sa 24.10.2015
Jesus war ohne Sünde. Was heisst das?
Jesus Christus war ohne Sünde. Was heisst das eigentlich? Wie schaffte er das? War das einfach so, weil er Gottes Sohn war?
 zurück