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Gott ist nicht relativ



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Offenbarung 22,18-19
Ich bezeuge allen, die da hören die Worte der Weissagung in diesem Buch: Wenn jemand etwas hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, die in diesem Buch geschrieben stehen. Und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott ihm seinen Anteil wegnehmen am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt, von denen in diesem Buch geschrieben steht.


Gott selbst gibt sich sehr eindeutig. Das zeigt die obige Bibelstelle, welche im letzten Kapitel der Bibel steht. Diese Stelle sagt nichts anderes als: "Nehmt mich ernst".

Wie sollte es auch anders sein. Gott offenbart sich in jeder Hinsicht als Person - als Vater, als Sohn und als heiliger Geist.  Alle diese drei Personen zeichnen sich durch Willen, Gefühle, Absichten, Denken und Verstand aus. Gott sagt bei der Schöpfung des Menschen (1. Mose 1,26), dass dieser sein Abbild sei.

Eine Person ist entweder da oder nicht. Im heutigen Zeitalter der modernen Kommunikation sollten wir mit unseren E-Mails, Facebook, Handys, SMS und Twitter keine Probleme damit haben, dass wir Gott nicht sehen und doch mit ihm reden bzw. auf ihn hören können.

Und Gott äussert seinen Willen und seine Wesensmässigkeit überdeutlich. Sei dies in der Schöpfung, im Volk Israel, in seinem Sohn Jesus Christus - oder in seinem Wort, der Bibel.


Dennoch tut die Welt so, wie wenn an ihm gezweifelt werden könnte. Das Leid der Welt, die weitgehend sein Eingreifen ablehnt, wird ihm angelastet. Er soll sich ständig übernatürlich beweisen. Schon Jesus "heilte alle ihre Krankheiten". Wieviele Jünger blieben nach seiner Kreuzigung?

Was mir aber Sorgen macht sind nicht jene, die nichts von Gott wissen wollen, sondern jene, die sich als seine Gläubigen darstellen.

Wir tun so, als würden wir an Gott glauben, aber unser Leben zeigt etwas anderes. Glaube hiesse nämlich, sein Leben seiner völligen Führung überlassen. Aber wer tut das noch wirklich mit aller Konsequenz. Und folgerichtig fragte Jesus schon von rund 2000 Jahren:

Lukas 18,8    ...Doch wenn der Menschensohn kommen wird, meinst du, er werde Glauben finden auf Erden?

Unser christlicher Relativismus zeigt sich auch in der Art und Weise, wie wir mit seinem klar formulierten Willen und der von ihm formulierten Morallehre umgehen. Wer wagt es denn heute noch klar gegen Homosexualität, gegen Abtreibung, gegen Sex vor der Ehe, gegen Euthanesie, für die Ehe, für eine biblische Aufgabenverteilung zwischen Mann und Frau, für eine bibelgemässe Kindererziehung einzutreten.

Wer wagt es noch, die Bibel als das von Gott inspirierte Wort Gottes zu betrachten und zu proklamieren. Dies in einer Zeit, in der sich die Menschen mehrheitlich dazu entschieden haben, dem eigenen Egoismus nachzuleben und Gott und seine Masstäbe über Bord zu werfen.


Einige Beispiel: Die Bibel spricht in der Kindererziehung davon, dass wir Kinder körperlich züchtigen sollen. In Deutschland ist körperliche Züchtigung verboten. Welchem Willen gehorchen wir? In den letzten Jahren wurde der Begriff Diskriminierung so umgedeutet, dass jeder, der z.B. Homosexualität nicht als voll- und gleichwertige Alternative zur Heterosexualität befürwortet in den Bannstrahl von EU-Normen gerät und juristisch verfolgt werden kann. Die Bibel sagt zu diesem Thema:

Römer 1,24-27
Darum hat Gott sie in den Begierden ihrer Herzen dahingegeben in die Unreinheit, so daß ihre Leiber durch sie selbst geschändet werden, sie, die Gottes Wahrheit in Lüge verkehrt und das Geschöpf verehrt und ihm gedient haben statt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen. Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihrer Verirrung, wie es ja sein mußte, an sich selbst empfangen.


Werden wir in den nächsten Jahren noch den Mut aufbringen, diese Stelle zu zitieren?

Immer mehr evangelikale Gemeinschaften stossen sich nicht daran, wenn unverheiratete mit einander ins Bett gehen. Heiraten wird nur noch als mögliche Option angesehen. Die biblischen Massstäbe im Umgang mit Sexualität - z.B. im Bereich Selbstbefriedung - wurden schon lange dem Mainstream unserer Gesellschaft geopfert.

Wir relativieren Gott permanent. Wie wenn er ein alter, leicht seniler Opa wäre, der nicht in der Lage ist, eindeutig und verbindlich zu
kommunzieren.

Für Gott selbst ist diese Entwicklung weder eine Überraschung noch neu. An vielen Stellen des neuen Testamentes hat er gerade diesen Relativismus vorhergesehen und davor gewarnt. So z.B. Jesus in Matthäus 24 oder Paulus in 2. Tim 3. Die Gesellschaftsanalyse von Paulus in seinem Schreiben an Timotheus trifft den Nagel auf den Kopf.

Aber Gott lässt sich weder relativieren noch spotten. Die beinahe täglich immer stärker hereinbrechenden Katastrophen der Natur und durch Menschen verursacht, bilden einen harten Kontrast zu unserer Selbstsicherheit. Und auch hier ist Gott in seinem Wort deutlich:

Sprüche 3,34    Er wird der Spötter spotten, aber den Demütigen wird er Gnade geben.

Sprüche 1,26    dann will ich auch lachen bei eurem Unglück und euer spotten, wenn da kommt, was
                                       ihr fürchtet;

Galater 6,7    Irret euch nicht! Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er
                                      ernten.

So sind auch wir herausgefordert. Wenn Gott lebt, ist er ernst zu nehmen. Kaufen wir die Zeit aus. Erklären wir den Menschen, was Jesus schon das grösste Anliegen war. Das Reich der Himmel. Das Reich in unseren Herzen, wo Gott durch seinen Sohn Jesus Christus regiert und die Liebe zum Werkzeug seines Handelns macht.

H. Graf


1 Kommentar(e) zum Thema Gott ist nicht relativ
matthias schreibt am Di 19.07.2011 21:36
auf den punkt gebracht!
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