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Der Kompass

Die Nutzung dieser Webseite "Wägwyser"/"Roadfinder" ist kostenlos. Das soll auch so bleiben. Die Trägerschaft hat das Vorrecht, die entstehenden Kosten aus eigenen Mitteln bestreiten zu können und die Frohe Botschaft der Versöhnung mit Gott in Jesus Christus "unentgeldlich" verkündigen zu können.

Andere Menschen und Organisationen haben diese Möglichkeiten nicht und brauchen unsere Hilfe. Ein Projekt, dass uns besonders am Herzen liegt ist "La Bussola - Palermo"(übersetzt "Der Kompass"), dass wir nachfolgend kurz vorstellen möchten.



60% Jugendarbeitslosigkeit, 44% der Kinder unter der Armutsgrenze. Das sind Zahlen nicht aus irgendeinem Entwicklungsland, sondern aus Palermo, der Hauptstadt von Sizilien. Junge Leute, mit einer lebendigen Beziehung zu Jesus Christus möchten der Perspektivelosigkeit von Kindern und Jugendlichen nicht länger zusehen. Mit der Gründung des Vereins La Bussola Palermo möchten sie neue Hoffnung geben.



Palermo – eine schöne Stadt ohne Hoffnung
Wer Sizilien für 1-2 Wochen besucht, wird beeindruckt sein von der herrlichen Natur, dem glasklaren Meer sowie der vielfältigen Kultur und Geschichte. Dasselbe gilt für Palermo, Hauptstadt und Zentrum der grössten Insel des Mittelmeeres – mindestens auf den ersten Blick.


(c)Wägwyser

Die Mafia hat hier zwar nicht mehr jene Schlagkraft wie vor 20 Jahren,  als die beiden Mafia-Jäger Falcone und Borsellino ermordet wurden und sich eine regelrechte Bürgerbewegung gegen die Mafia erhob. Dennoch ist sie allgegenwärtig. Von den  Hunderten von Milliarden Euro, die nach Sizilien und Palermo gepumpt wurden, ist der grösste Teil in dubiosen Kanälen versickert. Weite Teile der Bevölkerung sind verarmt.

Ein durchschnittlich verdienender Palermitaner ist mit 1‘200 Euro monatlich (ca. 1‘500 SFR) hoch zufrieden. Vor allem dann, wenn er diese Summe auch regelmässig ausbezahlt erhält, was keinesfalls der Normalfall ist. Doch auch dann ist das Leben schwer: Die Mieten sind hoch - Kleider und Lebensmittel kosten ähnlich viel  wie in Deutschland oder in der Schweiz. Viele flüchten sich in Kredite und geraten so in eine endlose Schuldenspirale.

Dabei ist glücklich, wer überhaupt einen Job hat. Die Arbeitslosigkeit in Palermo ist horrend. Aktuell sind von den 18-24 Jährigen rund 50% und von den 25-34 Jährigen immer noch 29.8% arbeitslos. Darin nicht eingerechnet sind jene, die sich mit illegalen Gelegenheits-Jobs über Wasser zu halten versuchen. Sizilien hat nicht nur die höchste Bevölkerungsdichte Italiens sondern auch die höchste Armutsrate.


Zu den am stärksten Betroffenen gehören die Kinder und Jugendlichen. In Palermo allein leben 44% der unter 18 Jährigen unter die Armutsgrenze. Das Beschäftigungs-Angebot für Kinder ist gering. Aufgrund der teuren Lebensmittel ist die Ernährung in vielen Familien unausgeglichen und leiden viele Kinder an Übergewicht. Die zur Schule gehenden Jugendlichen hängen nach Schulschluss (14.00 Uhr) bis in den Abend auf den Strassen herum. Eine erhebliche Zahl der Kinder schliesst die Schule gar nicht ab , was das Finden einer guten Arbeitsstelle später weiter erschwert. Lehrstellen oder Ausbildungsplätze gibt es generell nicht. Gelegenheitsjobs sind selten und bedeuten oft lange Arbeitstage während sechs bis sieben Tage in der Woche und schlechte Bezahlung ohne Sozialleistungen. Damit ist der Antrieb, irgendetwas im Leben zu erreichen, gering.
(Quelle: Bussola)

Ein sizilianischen Sprichwort lautet: „Chi n’esce rinasce“ (wer weggeht, wird wiedergeboren). Weggehen ist auch der Wunsch eines Grossteils der jungen Bevölkerung Palermos. Wer kann, flieht nach Norditalien, in die Schweiz oder nach Deutschland und sucht dort sein Glück. Viele, denen dieser Weg nicht offensteht, haben bereits resigniert und ergeben sich in kurzfristige Vergnügen. Aus diesem vielfältigen Angebot von Menschen ohne Perspektive rekrutiert die Mafia wieder ihre Gefolgsleute. Und so schliesst sich der Kreis der Hoffnungslosigkeit.


La Bussola Palermo – Kindern und Jugendlichen eine neue Perspektive zeigen
Auch Marco und Damaris Trentacoste (er ein echter Palermitaner – sie eine ausgewanderte Schweizerin) erhielten schon oft den Rat, Sizilien zu verlassen und in der Schweiz zu leben. Doch ihre Überzeugung, dass der Gott der Bibel auch in Sizilien bzw. Palermo einen guten Weg öffnen kann, hielt sie zurück. Zusammen mit dem sizilianischen Ehepaar Giuseppe Sergi und Daniela Lo Piccolo, mit denen sie bereits in einem christlichen Kinderheim im Innern Siziliens zusammenarbeiteten, haben Marco und Damaris seit längerem ein Anliegen, eine Begegnungsstätte zu schaffen, in der Kindern und Jugendlichen wieder neue Horizonte aufgezeigt werden können. Deshalb entschlossen sich die Vier, den Verein „La Bussola, Palermo“ zu gründen. Hier sollen Kinder und Jugendliche aufgrund biblischer Prinzipien sozial und geistlich gefördert werden und gleichzeitig Ermunterung erfahren, die eigene Zukunft konkret anzugehen.


Giuseppe, Daniela, Damaris und Marco - (c) Wägwyser

Kinder und Jugendliche sollen Wertschätzung und Respekt erleben, ohne Vorleistungen erbringen zu müssen. Sie sollen in ihren Gaben und Fähigkeiten gefördert werden und dabei lernen, sich auch ohne Computer und Fernsehen sinnvoll  zu beschäftigen. Weiter sollen Kinder und Jugendliche ermutigt werden, Regeln und Ordnungen in Familie, Gemeinschaft und Staat zu akzeptieren. In all diesen Zielsetzungen soll der Bezug zum biblischen Gott der Liebe und seinem Sohn Jesus Christus hergestellt und praktisch umgesetzt werden.



Programm
Unter der Woche sollen den Kindern (3 Nachmittage) und Jugendlichen (2 Nachmittage) ein Treffpunkt angeboten werden. Biblische Geschichten hören, Basteln, Spielen für die Kinder und Gemeinschaft pflegen, Themen diskutieren oder gemeinnützige Arbeiten gemeinsam verrichten für die Jugendlichen gehören zum Programm. Geplant sind auch:

  • Aufbau von Beziehungen mit den Kindern, Jugendlichen und deren Eltern (ausserhalb der oben genannten Veranstaltungen)
  • Unterstützung der Jugendlichen im Alltag (Arbeitssuche, Schule usw.)
  • Organisation von Arbeitsmöglichkeiten bei Dritten
  • Organisationen von Events, Ausflügen usw. ausserhalb der oben genannten Veranstaltungen

Nötige Unterstützung
Für die Treffpunkte konnte bereits ein zweckmässiges, zentrales Lokal in Palermo gefunden werden. Auch für das Inventar fanden sich günstige Lösungen. Der Start der ersten Events ist auf den 1. Oktober 2012 geplant. Die Arbeiten für die Eröffnung sind im vollen gang.

Giuseppe, Daniela, Damaris und Marco werden vollzeitlichen für La Bussola Palermo arbeiten. Giuseppe und Marco werden von La Bussola Palermo angestellt und erhalten ein durchschnittliches Gehalt. Daniela und Damaris arbeiten ehrenamtlich.

La Bussola Palermo ist als gemeinnütziger Verein aufgebaut und profitiert dabei von stark vereinfachten administrativen Auflagen des Staates. Als solcher darf er aber ausser freiwilligen Zuwendungen keine Einkünfte erwirtschaften und ist deshalb auf externe Hilfe angewiesen.

Gerade gestern (23.7.2012) meldeten über 100 italienische Gemeinden und 10 italienische Städte (darunter Napoli und Palermo) an, dass sie kein Geld mehr für die Schulen hätten und diese nach den Sommerferien geschlossen blieben. Damit bestätigt sich die Bedeutung einer konkreten Hilfestellung für Kinder und Jugendliche.
Dabei ist die äussere Not nicht die Grösste. Im Gegensatz zu Asien, Nordamerika und Afrika, wo der Anteil erweckten Christen bei 20% und mehr liegt, liegt der Anteil in Sizilien - wie in weiten Teilen Westeuropas bei 1-2-3%. Geistliche Hilfe ist also nötig.

Weitere Informationen finden sich auch im Flyer, der über die Medienleiste weiter oben, geöffnet und heruntergeladen werden kann.

Wer sich an diesem Projekt beteiligen möchte kann La Bussola Palermo mit einem finanziellen Beitrag konkret unterstützt. Mit Ihrer uneigennützigen Mithilfe sind Sie für die unterstützten Kinder und Jugendlichen eine Ermutigung, zu lernen, sich selbst für andere hinzugeben.

Schon jetzt möchte ich mich für jede Spende ganz herzlich bedanken.

Harry Graf
Präsident Der Kompass, Kinder und Jugendhilfe
, Schweiz


Konti:   
Der Kompass, Kinder und Jugendhilfe, CH-5610 Wohlen
Raiffeisenbank, CH-5612 Villmergen
CHF-IBAN-Konto: CH78 8073 6000 0065 6978 2
EURO-IBAN-Konto: CH39 8073 6000 0065 6970 8

BIC/SWIFT: RAIFCH22736


Spendenvermerk: La Bussola Palermlo